Stadt Detmold schiebt Syrer ab

In der Nacht vom 8.5. auf den 9.5.2017 hat die Stadt Detmold einen Syrer nach Kroatien abgeschoben. Dabei kam es durch das große Polizeiaufgebot zu einer massiven Verängstigung der anderen Bewohner_Innen.
„Wie einen Schwerverbrecher haben die mich in Handschellen abgeführt“, so sagte der Betroffene gegenüber Frank Gockel von der Flüchtlingshilfe Lippe e.V. aus.
Der hohe Einsatz von Polizeikräften führte zu viel Unruhe in der Asylunterkunft. Viele Bewohner hatten Angst, dass auch sie abgeschoben werden sollen. In der Vergangenheit teilte die Stadt Detmold den Betroffenen Abschiebungen in andere EU-Staaten rechtzeitig mit. Dies hat auf Seiten aller Beteiligten zu viel weniger Stress geführt. Die Flüchtlingshilfe Lippe e.V. bedauert, dass die Stadt von dieser Praxis abgerückt ist.